Dr. Marcus Faber

Lebensbedrohliche Zustände auf dem Land - Wann kommen die Retter?

Der Stendaler Bundestagsabgeordnete Dr. Marcus Faber ist schockiert über die derzeitige  medizinische Erstversorgung: „Im Landkreis Stendal treffen die Rettungswagen viel zu spät ein. Die Quote für Hilfsfristen, welche im Landesgesetz festgesetzt sind, werden schon lange nicht mehr erreicht. Der Innenminister, Holger Stahlknecht, ist in der Pflicht die Rettungswachen sowie Rettungsmittel bedarfsgerecht aufzustocken und sich mit allen Möglichkeiten um die Einhaltung der Hilfsfristen zu kümmern. Es geht schließlich im schlimmsten Fall um das Leben der Bürgerinnen und Bürger!“

Vor allem sehr weite Anfahrtswege erschweren die Arbeit der Retter. „Die Anzahl der Rettungs- sowie Notarztwagen, gerade bei uns im ländlichen Raum, muss weiter aufgestockt werden. Neben neuen Standorten muss auch in die bestehenden Rettungswachen investiert werden.“, fordert Faber.

„Gleichermaßen muss sich die Stadt beim Land einsetzen, neben den bisher beauftragten Organisationen wie dem Roten Kreuz, auch weitere Verträge zu schließen, um bedarfsgerecht zu helfen“, so der Altmärker abschließend.

Hintergrund: Innerhalb von 12 Minuten soll ein Rettungswagen an jedem Ort im Land zur Stelle sein. In jedem fünften Fall klappt das nicht. Das entsprechende Gesetz der Landesregierung sieht vor, dass die Hilfsfrist für Rettungswagen (RTW) in 95 Prozent aller Notfälle eingehalten werden muss. In der Praxis sieht es anders aus. 2018 erfüllte kein einziger Landkreis diesen Richtwert. Besonders schlecht schnitt unter anderem der Landkreis Stendal mit 73,78 % ab.