Dr. Marcus Faber

Tornado-Nachfolge: Uraltes durch altes Flugzeug ersetzen?

"Die internen Planungen des Verteidigungsministeriums zur Tornado-Nachfolge sind ein schlechter Witz.", so der liberale Verteidigungspolitiker Marcus Faber. "Seit über einem Jahr pfeifen die Spatzen diese Planungen vom Dach." bewertet Dr. Faber die Idee den Tornado zum einen Teil mit Eurofighter und zum anderen mit F-18-Kampfflugzeugen zu ersetzen.

"Alleine die Entscheidung fehlt." kritisiert der Bundestagsabgeordnete der FDP die Absprachen im Verteidigungsministerium. Zudem empört sich Faber über den aktuellen Zeitplan: "Zwar beabsichtigt AKK zu entscheiden, aber die Rechnung soll die nächste Bundesregierung begleichen. Das ist fast asozial. Denn die Entscheidung wurde viel zu lange hinausgezögert." 

Dabei ist die Absicht die Eurofighter-Flotte auszubauen militärisch als auch industriepolitisch richtig. "Nur der Kauf der F-18 ist begrenzt nachvollziehbar." summiert Dr. Faber. Nahezu alle Bündnispartner entscheiden sich für das modernste Kampfflugzeug der Welt, die F-35, das ideal die Fähigkeiten des Tornados - insbesondere die Sonderrolle der nuklearen Teilhabe im Rahmen der NATO - übernehmen könnte. 

"Aufgrund des politischen Bauchgrummelns der SPD und einen französische Präsidenten soll Deutschland eine Insellösung anstreben." kritisiert Faber die Planungen aus dem Verteidigungsministerium. "Eine Insellösung, die sich in Zukunft als militärisch nachteilig erweisen wird." 

Hintergrund: Am gestrigen Donnerstag sind interne Planungen des Verteidigungsministeriums für die Tornado-Nachfolge veröffentlicht worden. Diese Pläne sind laut Berichterstattung bereits auf politischer Ebene und mit Vertretern der Industrie besprochen worden. Das museumsreife Kampfflugzeug Tornado benötigt dringend einen Nachfolger, da das ursprüngliche Nutzungsdauerende längst erreicht ist.